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Geschichte

1355

Erste urkundliche Erwähnung von «Guschgen» zugehörig dem Kirchspiel Frastanz (Vorarlberg). Abgeleiteter Name von rätoromanisch «cusch(a)» zu Deutsch «Baumstrunk» somit einer der zahlreichen Ortsnamen für Rodungsflächen.

1361

Erwerb der Alpe (inkl. Sass und Stachler) durch das Kirchspiel Schaan-Vaduz von Männern und Frauen aus Rankweil, Frastanz und Planken. Kaufbrief bis heute erhalten.

Erwähnung Stachler von mundartlich Stachel (Stahl), wohl in der Bedeutung «Stahlberg», d.h. Berggebiet mit Eisenerz, das sich zur Gewinnung von Stahl eignet.

1503

Zuteilung der Genossenschaftzugehörigkeit der Einwohner des Schaaner Dorfteils St. Peter durch Freiherr Ludwig von Brandis (ältestes erhaltenes Alpstatut Liechtensteins).

1618

Erste Erwähnung von «valors» von «val d’uors» zu Deutsch «Bärental». Gebiet bereits seit
15. Jahrhundert zwischen Schaaner Bevölkerung aufgeteilt (Vordervalorsch: Guschg, Mittlervalorsch: Gritsch)

1843

Statuten der Alpgenossenschaft Guschg sind die ältesten bekannten Statuten einer Schaaner Alpgenossenschaft.

1861

Fürstliche Domänenverwaltung erwirbt ein Grundstück auf Sass und errichtet das fürstliche Jagdhaus.

1876

Bau eines Stalls auf Guschg sowie Strassenzufahrt nach Sass und später nach Guschg.
Schliessung der Dorfsennerei in Schaan.

1922

Kauf der fürstlichen Jagdhütte auf Sass durch die Genossenschaft.

1952

Neubau der durch einen Brand zerstörten alten Alphütte auf Guschg.

1994

Enteignung von 93.5 ha Fläche südwestlich des Schönbergs zu Gunsten von Triesenberg nach längerem Rechtsstreit.

1997

Bestossung auf 132 Grossvieheinheiten limitiert. Deklassierung der Alp Guschg als Käserei 2. Priorität durch das Land Liechtenstein, somit entfällt die Subventionierung der Verkäsung von Alpmilch.

2018

Erstes Eringer-Fest auf Guschg anlässlich der Sömmerung von Eringer-Kühen.

2019

Umbau der Alphütte auf Guschg inkl. Neubau der Käserei finanziert allein durch grosszügige private Unterstützung, Unterstützung der Gemeinde Schaan und Eigenkapital der Genossenschaft.

2021

Generationswechsel in der Genossenschaftsleitung. Matthias Risch übernimmt Amt von Alpvögtin Barbara Konrad. Gerhard Konrad übergibt Amt des Alpvogts nach 25 Jahren an Sohn Dominik. Viehbesatz auf 94 Stösse bei einer Sömmerungsdauer von 95 Tagen festgesetzt.

2024

Erstellung eines neuen Gipfelkreuzes auf dem Schönberg (beschädigt durch Föhnsturm) durch die Genossenschaftsmitglieder.

2025

 Guschg erhält vom Land Liechtenstein den Status der Alpsennerei erster Priorität zurück.